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18.12.2017 Kategorie: Allgemein

Feuerwehreinsatz an Fahrzeugen mit Elektroantrieb

Auf unseren Straßen sind immer mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben unterwegs. Bis 2020 sollen 1 Million Elektrofahrzeuge durch unsere Straßen fahren. Zukünftig ist auch immer mehr bei LKWs und Bussen mit alternativen Antriebstechniken zu rechnen.

Doch was passiert bei einem Crash oder einem Brand? Was müssen Helfer vor Ort beachten?

Die Feuerwehrschule Würzburg hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Seit einigen Wochen kann das neu erstellte „Merkblatt für die bayerischen Feuerwehren“ über alternativ angetriebene Fahrzeuge auf der Internetseite der Feuerwehrschule heruntergeladen werden und in Papierform bestellt werden.

In den Lehrgängen zur Technischen-Hilfeleistung, die an der Feuerwehrschule Würzburg in diesem Jahr von über 800 Feuerwehrangehörigen besucht wurden, werden die Teilnehmer auch darauf geschult, alternativ angetriebene Fahrzeuge zu erkennen und die Gefahren richtig einzuschätzen. Hierfür stehen der Schule ein Fahrzeug mit Aktiv-Hybrid-Antrieb, sowie ein Erdgasfahrzeug zur Verfügung. Ein Elektro-KFZ wird in naher Zukunft dazukommen. Wichtig ist, den Teilnehmern nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis den Umgang mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen aufzuzeigen.

Auch das Bayerische Innenministerium und der Landesfeuerwehrverband haben die Wichtigkeit erkannt und daher die alternativen Fahrzeugantriebe zum Thema der diesjährigen Winterschulung für die bayerischen Feuerwehren gewählt. Mit der Erstellung der Winterschulung wurde die Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg beauftrag. Sie umfasst drei Online-Präsentationen, ein Lernquizz, eine Online-Erkundungsübung, sowie ein Poster mit Hinweisen und Feuerwehreinsatzregeln. Erscheinungsdatum der diesjährigen Winterschulung war der 10.12.2017. Sie wird zur Zeit an alle 8.000 bayerischen Feuerwehren ausgeliefert.

Videobeitrag der Tagesschau

Studie der Forschungsstelle für Brandschutztechnik Karlsruhe zur Brandbekämpfung von Lithium-Ionen-Batterien (Akkus) und Lithium-Metall-Batterien