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60 Jahre Feuerwehrausbildung an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und Verabschiedung des Schulleiters Branddirektor Dipl.-Ing. Axel Häger |
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| In einem Festakt am 01. Juni 2011 wurde unter Anwesenheit zahlreicher Feuerwehr-Führungskräfte aus Bayern und dem Bundesgebiet, Behördenleitern, Vertretern weiterer ehrenamtlicher Organisationen sowie Gästen aus Politik und Gesellschaft auf die 60-jährige Geschichte der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg zurückgeblickt und der Schulleiter, Branddirektor Dipl.-Ing. Axel Häger, nach 14-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet. | |
| Nach der Begrüßung der Gäste durch den scheidenden Schulleiter betonte Herr Innenstaatssekretär Gerhard Eck in seiner Festansprache, dass er mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach Würzburg gekommen sei. Zum einen gebe das 60-jährige Jubiläum der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg einen erfreulichen Anlass, zum anderen bringe die Verabschiedung des Schulleiters Axel Häger ein Stück weit Wehmut mit sich. „Neben einer optimalen Ausrüstung brauchen wir eine praxisnahe Ausbildung auf allerhöchstem Niveau“ führte Herr Staatssekretär Eck aus. | ![]() |
| In einem historischen Rückblick zeigte er die Entwicklung der zentralen Feuerwehrausbildung auf, die mit der Gründung der ersten Feuerwehrschule in Landshut im Jahre 1931 (ab 1937 Regensburg) begonnen hatte. Logische Konsequenz aus dem steigenden Schulungsbedarf war die Inbetriebnahme einer zweiten bayerischen Feuerwehrschule im Jahr 1949 in Würzburg, die im Jahr 1954 von der damaligen amerikanischen Faulenburgkaserne auf das Gelände der jetzigen Feuerwehrschule verlegt worden war. Seit dieser Zeit wurde die Schule mehrfach baulich erweitert. Nur so konnte man dem sich rasant verändernden Aufgabenspektrum und den dadurch steigenden Ausbildungsanforderungen gerecht werden. Eck ging insbesondere auf die Erweiterung der Feuerwehrschule Anfang der 90-er Jahre durch den Flächenzukauf im Bereich der ehem. Hindenburgkaserne ein. Dadurch wurden Voraussetzungen für eine weitere Modernisierung der Ausbildung und der Unterbringungssituation der Lehrgangsteilnehmer geschaffen. Als ein wichtiges Datum nannte der Staatssekretär die Einweihung des bayernweit ersten und bislang einzigartigen Brandübungshauses im Jahr 2000. Die Versorgung der Lehrgangsteilnehmer wurde schließlich mit der Fertigstellung des neuen Wirtschaftsgebäudes im Jahr 2004 weiter optimiert. Vorausschauend stellte Eck in Aussicht, in Bälde ein weiteres angrenzendes Grundstück aus dem ehemaligen Bestand der Hindenburgkaserne von der Stadt Würzburg zu erwerben, um die Übungsmöglichkeiten den Anforderungen einer modernen Ausbildung anzupassen. Staatssekretär Eck wies darauf hin, dass der Freistaat in den vergangenen 10 Jahren über 140 Millionen Euro für die Modernisierung der drei Staatlichen Feuerwehrschulen (Geretsried, Regensburg und Würzburg) aus den Mitteln der Feuerschutzsteuer investiert hat. Das Ende der Fahnenstange sei allerdings noch nicht erreicht. Eck kündigte an, auch die Personalsituation, besonders hinsichtlich der Vergütung zu verbessern. Er dankte der Schulleitung, den Lehrkräften, der Verwaltung und dem Küchenpersonal für ihre engagierte Mitarbeit. „Die Weichen für die Zukunft seien mit diesem Personal und den politischen Entscheidungen richtig gestellt worden“ so die Überzeugung des Staatssekretärs. | |
| An den scheidenden Schulleiter gewandt, dankte Eck für dessen Wirken zum Wohle der bayerischen Feuerwehren und für seine engagierte Mitarbeit. Er äußerte die Überzeugung, dass Axel Häger nach seinem Eintritt in den Ruhestand auf ein ereignisreiches, erfülltes Berufsleben zurückblicken könne. Seit 1997 habe Häger als Leiter der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg in 14 Jahren seiner Schulleitertätigkeit starke Akzente gesetzt. Mit enormem Engagement habe er die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme der neuen Bauten begleitet. | ![]() |
| Er wirkte mit bei den aktuellen Entscheidungen zum Kauf und Ausbau des angrenzenden Grundstückes und bei der Sanierungs- bzw. Neubauplanung des in die Jahre gekommenen alten Altbaus „Bau A“. Eck umriss für die Zukunft eine im Gesamtrahmen fantastische Anlage, die sich städtebaulich wunderbar in die Umgebung einfügen würde. Der scheidende Schulleiter dürfe in jeder Hinsicht stolz darauf sein, was er für die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen des Freistaates Bayern erreicht hat. | |
| Bürgermeister Dr. Adolf Bauer von der Stadt Würzburg hob die überregionale Bedeutung der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg hervor und äußerte sich sehr zufrieden darüber, dass diese Bildungseinrichtung in Würzburg beheimatet ist und in ganz Nordbayern ausstrahlt. Bauer gratulierte der Einrichtung für die 60 Jahre erfolgreicher Ausbildung von Feuerwehrangehörigen. Die Lehrgangsteilnehmer berichteten ihm immer wieder von „ihrer Schule“, die sie gerne besuchten. Auch die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Feuerwehrangehörigen im Umland sei äußerst gut. Herr Dr. Bauer äußerte die Überzeugung, dass der Grundstückszukauf zu einem guten Abschluss gebracht werde. | ![]() |
| Herrn Häger dankte Bauer für seine langjährige hervorragende Tätigkeit als Schulleiter und betonte, dass die Schule insgesamt von den ehrenamtlichen Teilnehmern gerne angenommen wird und hohes Ansehen in der Öffentlichkeit genießt. | |
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Den Präsidenten der Luftrettungsstaffel Bayern e. V.,
Herrn Karl Herrmann hat es mit Stolz erfüllt, der Jubiläumseinrichtung zum 60-jährigen
Bestehen gratulieren und „dem Geburtstagskind fast drei Jahrzehnte lang dienen“
zu können. Die Luftbeobachterschulung sei deutschlandweit etwas Einmaliges und
höchst Anerkennenswertes. Die Ausbildung wäre ohne das gesamte Personal der
Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg nicht möglich. |
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| In einer alle überraschenden Meisterleistung der Scherenschnittkunst, verbunden mit begleitender Erzählung aus den Ereignissen der letzten Jahre, schnitt Herr Herrmann aus einem weiß-blauen Faltblatt die Worte des herzlichsten Dankes an Herrn Häger für die vielen Jahre der äußerst harmonischen Zusammenarbeit aus . | |
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Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e. V. Alfons Weinzierl gratulierte der Feuerwehrschule zu ihrem Jubiläum herzlich . Weinzierl ging insbesondere auf die Personalsituation der Feuerwehrschulen ein, bei der es in mehrerer Hinsicht Regelungsbedarf gebe:
Der Verbandsvorsitzende bat den Staatssekretär nachdrücklich, den Personalbedarf der Feuerwehrschulen im Nachtragshaushalt 2011 im erforderlichen Maße zu berücksichtigen. Weinzierl stellte fest, dass mit der Verabschiedung des Schulleiters Herrn Axel Häger eine Ära zu Ende gehe. |
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| Herr Häger könne mit Stolz auf sein Wirken in der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg zurückblicken, er habe immer Kontakt zu den Feuerwehren und insbesondere zu den Führungsdienstgraden in den Landkreisen gehalten, die sein Engagement und seine Kompetenz stets geschätzt haben. In Anerkennung seiner Leistungen und Verdienste erhielt Herr Häger vom Landesfeuerwehrverband Bayern das Bayerische Feuerwehrehrenkreuz in Silber. | |
| Oberbranddirektor Dr. Gisbert Rodewald vom Institut der Feuerwehr (IdF) Nordrhein-Westfalen in Münster überbrachte die Glückwünsche aus dem Kreis der Leiter der zentralen Ausbildungsstätten für den Brand- und Katastrophenschutz der Länder und auch die Grüße der Schulleiter aus Österreich, die im engen Kontakt mit den deutschen Feuerwehrschulen stehen. Dr. Rodewald skizzierte die Feuerwehrlaufbahn von Herrn Häger, die mit vielen gemeinsamen Erinnerungen verbunden war. Begonnen mit dem B-VI-Lehrgang für Brandreferendare an der damaligen Landesfeuerwehrschule in Münster 1986, folgte die dortige Einstellung von Herrn Häger und nach | ![]() |
| 2 Jahren der Wechsel an die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal und 1997 dann nach Würzburg. Dr. Rodewald führte weiterhin aus, dass es in der Funktion des Schulleiters nicht immer einfach ist, zwischen dem zuständigen Ministerium, den Feuerwehren, vertreten durch die Verbände und dem Personal der eigenen Dienststelle zu stehen und den Wünschen und Ansprüchen der verschiedenen Gruppen gerecht zu werden. | |
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Der Personalratsvorsitzende der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg Bernd Zimmermann dankte dem Schulleiter im Namen der Belegschaft für die Tätigkeit an der Feuerwehrschule und wies darauf hin, dass die Ziele des Personalrats und des Schulleiters oft nahezu gleich waren. Leider musste auch der Personalratsvorsitzende feststellen, dass die personelle Situation an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg weiterhin kritisch ist. Durch den neuen Ländertarifvertrag verschlechterten sich die materiellen Rahmenbedingungen für die Belegschaft. Das personelle Fundament breche zunehmend weg; viele junge Mitarbeiter zögen Konsequenzen und gingen zu besser bezahlten Dienststellen weg. Herr Zimmermann fürchtet, dass die in Aussicht gestellte Verbesserung dieses Zustandes ein Kampf gegen Windmühlen sei. Dass der Betrieb immer noch funktioniere, sei nur dem Zusammenhalt des gesamten Personals zu verdanken. Dafür gebühre dem Personal ein herzliches Danke. In einem gemütlichen Beisammensein der Gäste und der
Belegschaft im Anschluss an den offiziellen Teil bot sich den Teilnehmern die
Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen sowie diverse Fachgespräche zu führen |
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