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20.04.2020 Kategorie: Allgemein

Realeinsatz für die bayerischen Flughelfer kurz nach Behälterprüfung

Durch die Reisebeschränkungen und die Hygienevorschriften bzw. Sicherheitsvorkehrungen der Prüfstandorte ist es aktuell nicht möglich, die jährliche Überprüfung der Hubschrauberaußenlastbehälter des Katastrophenschutzes in Bayern, die zum Transport von Löschwasser und zur Brandbekämpfung aus der Luft eingesetzt werden, vor Ort durchzuführen.

Kurzum hat die Abteilung Technik der Feuerwehrschule eine alternative Lösung angeboten. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde den Flughelfergruppen im Land angeboten, die Löschwasserbehälter und Ausrüstung in Würzburg an der Feuerwehrschule prüfen zu lassen.

Die Feuerwehren Amberg, Bischofsheim, Bayreuth, Herzogenaurach sowie das Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten haben die Möglichkeit genutzt.

Dass aufgrund der aktuellen Waldbrandsituation die Ausrüstung einsatzbereit vorgehalten werden muss, hat ein Einsatz in der Nähe von Naila am 15.04.2020 gezeigt. Hier kam die Flughelfergruppe Bayreuth mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern mit frisch geprüfter Ausrüstung zum Einsatz.

Das Prüfteam wird normalerweise durch die Feuerwehrkräne der Berufsfeuerwehr Nürnberg, München sowie der Freiwilligen Feuerwehr Garmisch unterstützt.

Geprüft werden die Transportanhänger, die Behälter, das zugehörige Lastgehänge, welches mit dem Lasthaken des Hubschraubers verbunden wird sowie sonstige Flughelferausrüstung. Die Hubschrauberaußenlastbehälter werden einer Sichtprüfung unterzogen und im Anschluss mit Wasser gefüllt und auf Funktion geprüft. Alle Prüfungen werden in Anlehnung an die Geräteprüfordnung und den einschlägigen Regelwerken dokumentiert.

Die halbjährige Prüfung sowie die Prüfungen nach Übungen und Einsätzen werden durch die jeweilige Flughelfergruppe umgesetzt.

Alle Prüfer der Feuerwehrschule können auf mehrere Jahre Erfahrungen im Bereich Flugausrüstung zurückgreifen. Zusätzlich sind sie Ausbilder im Gerätewartlehrgang, Sachkundiger für die Prüfung von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz PSAgA und aktive Flughelfer. Dadurch kann ein hoher Qualitätsstandard für die Jahresprüfung erreicht werden.