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16.10.2018

Sommerfeuer 2018, erstmalige Umsetzung der Planungsrichtline für Hilfeleistungskontingente „Brandbekämpfung aus der Luft“.

Für diese Übung wurden die Flughelferstandorte Amberg, Bayreuth, Herzogenaurach, US Firedepartment Grafenwöhr, die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg sowie der Führungsdienst der Flughelfergruppe des Landkreises Cham in Alarmbereitschaft versetzt.

Am Donnerstagvormittag machten sich die Flughelfergruppen auf den Weg nach Amberg, wo sich der Sammelpunkt für das Hilfeleistungskontingent befand. Die notwendigen Regiearbeiten wurden von der Feuerwehr Amberg erledigt.

Nachdem sich alle Kräfte am Sammelpunkt eingefunden hatten, wurde das Kontingent im Verband nach Grafenwöhr zum dortigen Truppenübungsplatz verlegt.

Dort angekommen konnten die Teilnehmer ihre Unterkünfte beziehen. Ihre Begrüßung und die Eröffnung der Übung erfolgte durch die Leitung der Standortfeuerwehr Herr Rodler, Herr Biersack und Herr Burdon sowie Dr. Roland Demke, Michael Bräuer und Stephan Brust von der Feuerwehrschule.

Im Anschluss erfolgte eine ausführliche Sicherheitsunterweisung durch die Bundeswehr und die US Army.

Nun wurde die Einführung in die Übungslage durchgeführt. Hier nahm man ein Feuer im munitionsverseuchten Gebiet des Truppenübungsplatzes an, welches durch die Löschpanzer des US Fire Departments bekämpft werden sollte. Damit die Löschpanzer keine langen Wegtrecken zum Wassertanken zurücklegen müssen, sollte das Löschwasser über den Luftweg transportiert werden. Zusätzlich wollte man das Feuer aus der Luft bekämpfen. Da leider alle angeforderten Hubschrauber der Bundeswehr abgesagt hatten und von anderen staatlichen Einsatzorganisationen keine Rückmeldung kam, stand an beiden Einsatztagen nur eine Maschine der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel zur Verfügung. So wurde der Schwerpunkt auf die Wasserversorgung des Löschpanzers und des Materialtransportes gelegt. Aufgrund dessen war das Kontingent bereits im Vorfeld verkleinert worden.

Während der Vorbereitungsphase setzte die Polizeimaschine zur Landung an, die ersten Kräfte wurden per Seilwinde im Einsatzgebiet abgewincht. Ihre Aufgabe war es, einen Faltbehälter aufzubauen, um eine Löschwasserversorgung für die Kräfte im Einsatzgebiet sicherzustellen. Als der Behälter aufgebaut war, wurde dieser im Wechsel mit den Außenlastbehältern Semat900V2 und Bambi Bucket befüllt. Gegen 18:00 Uhr ging der erste Übungsabschnitt zu Ende, die Arbeiten wurden aufgrund der anbrechenden Dunkelheit beendet und die Einsatzkräfte kehrten in die Unterkunft zurück .

Auch der Abend wurde sinnvoll genutzt. Die Teilnehmer erhielten Informationen über einen der größten Waldbrände der Geschichte des Übungsplatzes, welcher in diesem Sommer ausbrach. Der Brand wurde mithilfe einer CH47 Chinook und eines Apache Kampfhubschraubers, gemeinsam mit den Kräften der US Feuerwehr und der Feuerwehrschule Würzburg, erfolgreich bekämpft.

Am nächsten Morgen konnten die Arbeiten vom Vortag wieder aufgenommen werden. Die Polizeihubschrauberstaffel unterstützte die Übung erneut mit einer Maschine. Auch an diesem Tag wurden verschiedene Lasten, mit verschieden Seillängen, in das und aus dem Einsatzgebiet geflogen. Gegen 12:00 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Nun wurden alle Gerätschaften sowie das Personal aus dem Einsatzgebiet zurück zum Lastaufnahmeplatz geflogen. Danach fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt.

Gegen 16:00 Uhr wurde die Übung „Sommerfeuer 2018“ dann offiziell als beendet erklärt und die Einsatzkräfte traten den Heimweg an.