Logo Staatswappen
07.06.2013 Kategorie: Allgemein

Staatliche Feuerwehrschule Würzburg im Hochwassereinsatz

Durch das Hochwasser wurde in zahlreichen Wohnhäusern Öltanks aufgeschwemmt. Diese sind umgekippt und das gelagerte Heizöl ist ausgetreten. Die Beseitigung der umweltgefährdenden Öl-/ Wassergemische ist für die Einsatzkräfte eine anspruchsvolle Fachaufgabe.

Heute Nacht sind zwei Beamte der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg auf Anforderung des Krisenstabes des Staatsministeriums des Innern in München zum Hochwassereinsatz in die Überschwemmungsgebiete von Niederbayern ausgerückt. Die beiden Experten sind seit sieben Uhr als Fachberater „Ölabwehr“ der Örtlichen Einsatzleitung auf der Feuerwache in Deggendorf die nächsten Tage tätig.

 

Hintergrund

Durch die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg werden bayernweit seit 20 Jahren in speziellen Ölwehr-Lehrgängen, Feuerwehren, die mit einer Ölwehr-Ausrüstung ausgestattet sind, in Fach-Lehrgängen geschult. Zurzeit wird am Main-Ufer in der Zellerau eine Hafenanlage errichtet, in der zukünftig ab dem nächsten Jahr diese Ausbildung durchgeführt werden wird.

Aufnahmen von der Ölwehrausbildung auf dem Main im Sommer 2012:

 

Mittlerweile ist der Einsatz der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg in Deggendorf beendet.

Die Mitarbeit in der „Arbeitsgruppe Öl“ innerhalb der Örtlichen Einsatzleitung hatte folgende Schwerpunkte:

  • Erkundung von Ölschäden, auch aus der Luft
  • Entwicklung von Konzepten zur Beseitigung des ausgetretenen Öls in Gebäuden und im Gelände
  • Entwicklung eines Konzeptes zur Separation und Entsorgung des ausgetretenen Öls

Inzwischen (Stand 14.06.2013) konnten aus den Gebäuden in und um Deggendorf über 1,4 Mio Liter Öl-Wasser-Gemisch abgesaugt werden. Daraus wurden 130 000 l Öl bzw. ölhaltiger Schlamm entsorgt. Diese Abfälle sollen in Raffinerien wieder aufbereitet werden. Die entwickelten Einsatzkonzepte haben sich daher in der Praxis bewährt. Für die zukünftige Ausbildung an unserer Schule konnten durch die Tätigkeit vor Ort wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

Mehrere Hilfeleistungskontingente „Ölwehr“ sind weiter im Einsatz. Das Abpumpen der betroffenen Häuser und das Separieren des Öls wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen.